Containerschiff beim Be- und Entladen an einem Containerterminal im Hafen.
Stundung von Zöllen und Einfuhrabgaben

Zollbürgschaft

Ihre Zollbehörde fordert eine Sicherheitsleistung, bevor Ihre Importware freigegeben wird?

Was genau eine Zollbürgschaft ist, welche Abgaben sie absichert und welche finanziellen Vorteile eine Kautionsversicherung im Vergleich zu einer Bankbürgschaft bietet, erfahren Sie auf dieser Seite.

Was ist eine Zollbürgschaft?

Beim Import von Waren nach Deutschland sind Zölle und Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) gemäß den Zollvorschriften in der Regel unverzüglich bei der Einfuhr zu entrichten. Das Zollamt prüft die eingegangenen Waren im Rahmen der Zollabwicklung, ermittelt die fälligen Abgaben und gibt die Sendung erst nach vollständiger Zahlung zur weiteren Verwendung frei. Kann der Importeur die geforderten Beträge im Zollverfahren nicht sofort begleichen, behält das Zollamt die Ware als Sicherheit ein, bis alle Zahlungsverpflichtungen aus der Einfuhrumsatzsteuer und Zollgebühren erfüllt sind.

Für Importeure und Spediteure bedeutet das eine hohe finanzielle Belastung, bevor überhaupt ein Verkaufserlös erzielt wird. Eine Zollbürgschaft, auch Zollaval genannt, ist eine von den Zollbehörden anerkannte Sicherheit, die statt von einer Bank auch von einem Kautionsversicherer übernommen werden kann.

Sie ermöglicht es, Zölle und Einfuhrumsatzsteuer erst dann zu begleichen, wenn die Waren weiterverkauft oder weiterverarbeitet wurden. Gleichzeitig sorgt die Zollbürgschaft dafür, dass das Hauptzollamt abgesichert ist, da die Zahlung der Zollabgaben im Bedarfsfall durch den Bürgen gewährleistet wird.  

Zollbürgschaft für Importeure: So profitieren Sie

Unternehmen im internationalen Handel, die regelmäßig Waren importieren, sind, je nach Warenart und Herkunftsland, mit wiederkehrenden Zoll- und Steuerverpflichtungen konfrontiert. Diese Zollabgaben werden im Normalfall bei der Einfuhr fällig. Dieser Zeitpunkt sorgt dafür, dass der Importeur schon belastet wird, lange bevor der eigentliche Verkaufserlös an den Abnehmer erzielt wird. Dies bindet Liquidität, die nicht für neue Aufträge und Investitionen verwendet werden kann.

Auch eine Barhinterlegung der Sicherheiten sorgt für einen Liquiditätsabfluss, der die Finanzierung künftiger Geschäfte behindern kann. Gleichzeitig müssen Zollbehörden die vollständige und termingerechte Zahlung aller Abgaben sicherstellen. 

Genau hier setzt die Zollbürgschaft an

Als Brücke zwischen den Liquiditätsbedürfnissen des Unternehmens und den Sicherheitsanforderungen des Zolls schafft sie die optimale Lösung für beide Seiten.

Erhalt der Liquidität durch Stundung von Zollzahlungen

Sofortige Verfügbarkeit der Importware nach der Zollfreigabe

Keine Belastung bestehender Banklinien

Beschleunigte Zollabwicklung durch spezialisierte Kautionsversicherer

Zollbürgschaft: Die optimale Lösung für importintensive Branchen 

Zollbürgschaften sind essenziell für Handelsunternehmen mit einem Importfokus sowie für internationale Speditionen. Diese Branchen müssen bei der Einfuhr von Waren Zölle und Einfuhrumsatzsteuer unmittelbar entrichten, was ihre Liquidität belastet. 

Diese sofort fällige Zollzahlung kann nur mithilfe geeigneter Sicherheiten gestundet werden (sog. Zollstundung), um die Liquidität zu schonen. Unternehmen profitieren so von einer optimalen Liquiditätssicherung. Durch diese Bürgschaftslösung können importintensive Branchen ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten und gleichzeitig die komplexen Anforderungen des internationalen Handels managen. 

FAQ Zollbürgschaften

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